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Statt des traditionellen Volkstriathlons im Freibad veranstalten wir dieses Jahr am 14. September den 1. indeland-Triathlon im Blausteinsee.
Der Sommer ist nun seit einigen Wochen endgültig vorbei und so neigt sich auch die Saison für die Triathleten in unseren Breitengraden unwiederbringlich dem Ende entgegen. Nur ganz wenige haben es geschafft, sich für einen absoluten Höhepunkt am Saisonende, wie die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft, zu qualifizieren. Der SC Delphin hat aber mit Angelika Clausing eine dieser Ausnahmekönnerinnen im Team. Die 50-jährige Lehrerin aus Scherpenseel hat sich diese Startmöglichkeit Anfang September in Monaco bei einem Qualifikationsrennen gesichert, in dem sie souverän ihre Altersklasse gewann.
Nach nur 6:04 Stunden erreichte sie das Ziel am berühmten Casino, nachdem sie besonders auf dem Rad (3:27 Std.) im gebirgigen Hinterland ihren Konkurrentinnen das Hinterrad zeigte und den Laufkurs durch die Stadt über die Formel 1-Strecke in einer hervorragenden Zeit (1:48 Std.) meisterte.
Der Wettkampf gehört zur weltweiten Ironman 70.3-Serie über die halbe Ironmandistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad fahren, 21,1 km Laufen), bei der sich die besten Athleten für die Teilnahme an der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Clearwater, Florida qualifizieren können. Dieses Rennen findet am kommenden Wochenende statt und so haben Angelika und
ihr Mann Christoph wohl schon alles Nötige gepackt, um die Reise dorthin anzutreten. Mit im Gepäck ist außer den Sportsachen wahrscheinlich auch die Sommerkleidung, die in Florida bei 26 °C noch einmal zum Einsatz kommt, während ihre Mannschaftskollegen ihr hier frierend die Daumen drücken und auf ein ähnlich erfolgreiches Ergebnis wie in Monaco hoffen.
Nachtrag:
Im heißen Clearwater (31 Grad am Wettkampftag) hat Angelika in einem hervorragend organisierten und erstklassig besetzten Rennen wieder bewiesen, was sie drauf hat. Bei dieser Ironman 70.3-Weltmeisterschaft verpasste sie nur denkbar knapp die Top Ten und landete mit einer sehr guten Leistung auf dem 11. Platz ihrer Altersklasse.
Nach 2004, 2005 und 2006 kehrte die Deutsche Triathlon-Meisterschaft der Altersklassen in diesem Jahr wieder ins niedersächsische Peine zurück. Nicht nur bei den Funktionären, auch bei den Athleten genießt dieser Sport-Event einen guten Ruf, was nicht zuletzt auch an der bewährten Organisation liegt, die einer Deutschen Meisterschaft durchaus würdig ist. Ein Grund mehr für Angelika Clausing, sich vor Ort sportlich mit den Konkurrentinnen ihrer Altersklasse auf der olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren, 10 km Laufen) zu messen. Schon von Beginn an machte die SC Delphin-Triathletin deutlich, dass sie das Rennen entscheidend mitbestimmen würde, denn nur 24 Sekunden nach der Führenden beendete sie die Schwimmstrecke im Eixer See. Auf dem Rad, ihrer stärksten Disziplin, fuhr sie den schnellsten Split der gesamten Konkurrenz, nur eine Mitstreiterin konnte annähernd mithalten. Dass ausgerechnet diese Athletin dann die schnellste Laufzeit schaffte, war Angelikas Pech, doch mit einer sehr guten Gesamtzeit von 2:29 Std. erreichte die Eschweiler Triathletin das Ziel glücklich als Deutsche Vizemeisterin ihrer Altersklasse mit einem soliden Sechs-Minuten-Vorsprung auf den Bronzeplatz. Herzlichen Glückwunsch!
Ebenfalls im hohen Norden, genauer in Hamburg, war Lucas Stolberg als Vertreter Eschweilers unterwegs. Am Wochenende des Triathlon-Weltcups der Profis fand mitten in der Hansestadt, sozusagen als Rahmenprogramm, eine der insgesamt größten Triathlonveranstaltungen der Welt statt. Bereits donnerstags gab es einen Schülertriathlon mit ca. 1800 Kindern und Jugendlichen, samstags gingen dann ungefähr 4000 Starter auf die Sprintstrecke. Zum Abschluss einen Tag später waren es dann mehr als 2500 Aktive, die am Ufer der Binnenalster auf den Start der Olympischen Distanz warteten. Unter ihnen auch Lucas, der selbstbewusst zeigte, dass er in der Auftaktdisziplin beim Triathlon ordentlich trainiert hatte, denn schon als 37. des gesamten Starterfeldes entstieg er dem 21 Grad kalten Wasser an der kleinen Alster unterhalb des Hamburger Rathauses. Aber trotz der Sehenswürdigkeiten, die die Athleten auch auf der Radstrecke passierten, ließ der junge Regionalligastarter des SC Delphin keine Zeit unnötig verstreichen. Er flog regelrecht an Elbufer, Reeperbahn und Speicherstadt vorbei, der Wechselzone zum Lauf entgegen. Bei guten äußeren Bedingungen und angenehmen Temperaturen nahm Lucas auch die letzten 10 km zügig auf und lief vorbei an mehreren zehntausend Zuschauern, die in der Hamburger City die Athleten lautstark und fröhlich anfeuerten. Nach etwas mehr als 40 Minuten Laufzeit hatte er schließlich mehr als 2470 Athletinnen und Athleten hinter sich gelassen und mit einer hervorragenden Gesamtzeit von 2:19 Std. überquerte er die Ziellinie 29. des Gesamtklassements. Die nächsten Wettkämpfe in der Regionalliga können kommen!
Es ist mal wieder Wettkampfzeit für die Triathleten in unseren Breitengraden. Die lange Zeit der Vorbereitung im Frühjahr mit den abschließenden Tests bei Laufwettbewerben oder kleineren Triathlons ist vorbei. So auch für die Dreikämpfer des SC Delphin. Seit einigen Wochen läuft die Ligasaison wieder und die Aktiven waren seither schon einige Male erfolgreich am Start.
In der zweithöchsten Klasse in NRW, der Regionalliga, sind bereits drei Wettkämpfe absolviert, die erste Mannschaft des SC Delphin steht auf Rang 11 im gesicherten Mittelfeld der Liga. Souverän starteten Lucas Stolberg, Achim Quadflieg, Norbert Effertz und Thomas Jansen in Harsewinkel über die Kurzdistanz (1 km Schwimmen, 40 km Rad fahren, 10 km Laufen). Sie erreichten den zehnten Platz von 18 Teams und das obwohl Achim zum Abschluss deutlich langsamer laufen musste, da seine Pollenallergie ihn behinderte. Im guten Gefühl, dass eine noch bessere Leistung möglich ist, reiste man eine Woche später nach Kamen zur Kurzdistanz, wo Norbert Effertz durch Holger Ohme ersetzt werden musste. Die Teamleistung beeinträchtigte das aber nicht - im Gegenteil: Die Mannschaft landete auf einem hervorragenden siebten Platz im Tagesklassement, nicht zuletzt dank toller Laufleistungen. Im westfälischen Steinbeck stand bereits kurze Zeit später die dritte Prüfung, diesmal über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren, 10 km Laufen) auf dem Programm. Achim Quadflieg wurde durch Jörg Lüttgen ersetzt und am Ende des Tages stand ein 15. Platz für das Team auf der Ergebnisliste.
Währenddessen gab es auch in der Landesliga die ersten beiden Wettkämpfe der Saison. In Gladbeck stand zu Beginn ein Triathlon über die Sprintdistanz (0,5 km Schwimmen, 20 km Rad fahren, 5 km Laufen) an, der mit einem 13. Platz für die Mannschaft beendet wurde. Zwei Wochen später mussten die Starter in Voerde auf der olympischen Distanz antreten. Dort erreichten Teamkapitän Robert Heinen, Claudia und Norbert Schiewe sowie Gerd Severin den 15. Rang unter 21 gestarteten Mannschaften, so dass man zur Saisonhälfte insgesamt den 14. Platz in der Tabelle einnimmt.
Die bisherigen Ergebnisse sind für beide Mannschaften zufriedenstellend. Der Aufstieg in eine höhere Klasse wäre ohnehin nicht realisierbar und ein Abstieg droht zurzeit nicht. Trotzdem wollen die Aktiven natürlich in der zweiten Saisonhälfte ab Mitte August noch beweisen, dass sie den einen oder anderen Platz noch aufholen können.
Die letzten beiden Wochenenden standen für sieben Triathleten des SC Delphin ganz im Zeichen der zwei bekanntesten Langdistanz-Rennen in Deutschland. Dazu zählt die Ironman Europameisterschaft in Frankfurt und die traditionsreiche Quelle-Challenge im fränkischen Roth. Bei beiden Wettbewerben mussten 3,8 km geschwommen, 180 km Rad gefahren und 42,2 km gelaufen werden. Eine solch lange "Tortur" will natürlich gut vorbereitet sein und so gingen wohl auch alle an den Start, denn die hervorragenden Ergebnisse lassen darüber kaum einen Zweifel zu.
In Frankfurt, beim "längsten Tag des Jahres" (so der inoffizielle Titel der Veranstaltung) erreichten Vera Lürken-Scholl (12:27 Std.), Norbert Schiewe (10:53) und dessen Frau Claudia (11:28) persönliche Bestzeiten über die Ironmandistanz, vor allem dank deutlich verbesserter Schwimm- und Radleistungen und der lautstarken Unterstützung der mitgereisten treuen Fans auf den vier Laufrunden, die es dann zu bewältigen galt. Bei Claudia reichte es schlussendlich gar für einen tollen vierten Platz in ihrer Altersklasse. Vor den mehreren hunderttausend (!) Zuschauern an der Strecke in und um Frankfurt und bei guten äußeren Bedingungen absolvierten auch noch Achim Quadflieg und Franz-Josef Lürken die 226 km lange Strecke in hervorragenden Zeiten, und das obwohl Achim auf der Laufstrecke mit erheblichen Magenproblemen zu kämpfen hatte. Er überquerte die Ziellinie trotzdem bereits nach 10:15 Std. und blieb damit nur eine Minute über seiner bisherigen Bestleistung. Franz-Josef Lürken hatte sich zum Ziel gesetzt, in einer Zeit unter 10 Stunden zu finishen. Das gelang eindrucksvoll, denn nach dem abschließenden Marathon, für den "Zuppi" nur 3:18 Std. benötigte, stoppten die Uhren für ihn eine Gesamtzeit von insgesamt 9:43 Std. Damit belegte er unter den ca. 2300 Startern einen 186. Platz im Tagesklassement. Abschließend feierten dann alle fünf auf dem Römer bei einer stimmungsvollen Laserlicht- und Musikshow die Zieleinläufe der letzten Finisher.
Eine Woche später, 250 km weiter südöstlich, traten dann Holger Ohme und Jörg Lüttgen den Beweis an, dass sie wahre "Eisenmänner" sind. Im strömenden Regen, der die 2800 Athleten und die zahlreichen Zuschauer den ganzen Tag treu begleitete und bei "sommerlichen" 13 Grad, erreichten die beiden persönliche Bestzeiten über die Ironmandistanz. Nicht zuletzt auch wegen des miserablen Wetters dürfen Holger und Jörg besonders stolz auf das Ergebnis sein, denn mit ihren Endzeiten von 10:06 Std. und 10:21 Std. konnten sie sich gut im Vorderfeld des Gesamtfeldes platzieren. Jörg wurde 408. unter 2800 gestarteten Dreikämpfern, Holger schaffte es sogar auf den 278. Platz.
Dass die Freude über solche Erfolge bei weitem größer ist als die Strapazen des monatelangen Trainings steht für die Finisher außer Frage. Alle Sieben zeigten sich entsprechend euphorisch, vier sogar so sehr, dass sie sich bereits wenige Tage nach dem absolvierten Ironman schon für den nächsten im kommenden Jahr, diesmal aber in Zürich, anmeldeten. Nach der Phase des Genießens und der wohlverdienten Regeneration wartet also schon wieder die "Tortur" einer langen Vorbereitung mit Schwimmen, Rad fahren und Laufen.
[Text: Franz-Josef Lürken]
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| Last modified: Sun Aug 22 20:14:59 CEST 2010 durch Marcus Frings |
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